Insektenhotel selber bauen

Ein Insektenhotel kann im Garten, auf der Terrasse oder auf dem eigenen Balkon aufgestellt werden. Die Überwinterungs- und Nisthilfe für Bienen und andere Insektenarten gibt es in vielen verschiedenen Formen und Materialien. Das Beste ist aber folgendes: Jeder kann sein eigenes Insektenhotel selber bauen! Meist ähnelt das Insektenhotel einem kleinen Puppenhaus. Es besteht aus einem Dach und vier Außenwänden, die eine Art Schaukasten bilden. Die Unterteilungen innerhalb des Insektenhotels werden Zimmer genannt. Die Zimmer werden mit unterschiedlichem natürlichen Füllmaterial gefüllt.
Insektenhotel selber bauen - Ein Ergebnis

Bau eines Insektenhotels

Ein Insektenhotel selber bauen ist nicht schwer! Wir stellen viele hilfreiche Anleitungen zur Verfügung. Hier kannst du schon die erste direkt sehen.

Was wird für den Bau eines Insektenhotels benötigt?

Für das Grundgerüst:
2 gleichlange Bretter aus Naturholz (für die rechte und linke Außenwand)
3 gleichlange Bretter aus Naturholz (für die obere und untere Außenwand und eine Unterteilung)
mehrere Bretter aus Naturholz für weitere Zwischenfächer
eine Rückwand aus Naturholz
Nägel, Hammer und wasserfester Holzleim
oder alternativ:
Schrauben und eine Bohrmaschine

Natürliches Füllmaterial

Bambusröhren
Baumrinde
getrocknetes Laub
Lehm
leere Schneckenhäuser
Lochziegel
Naturholz
Schilfhalme
Stroh
Kiefern- , Fichten-, oder Tannenzapfen, etc.

Weitere mögliche Materialien

2 gleichlange Bretter für ein Dach
Säge
Meterstab
Dachpappe oder ein ähnliches Material
Haken
Sandpapier
ein Netz oder ein Gitterzaun

Als Alternative zu einem Insektenhotel aus Holz, kann auch aus einem Tontopf ein kleines Hotel angefertigt werden. Dies ist eine sehr einfache Möglichkeit ein Insektenhotel selber zu bauen. Hierzu wird ein Bindfaden durch das Loch im Tontopf gezogen und innen mit einem sehr dicken Knoten befestigt. Anschließend wird der Tontopf mit Stroh gefüllt. Das Stroh wird festgedrückt und wahlweise zusätzlich mit einem Gemüsenetz verschlossen. Das Gemüsenetz wird dafür am besten um einen Bindfaden gefädelt. Der Bindfaden wird um den Rand des Tontopfes geschlungen und verknotet. Der Tontopf wird anschließend auf den Kopf gestülpt. Danach wird der Tontopf mit dem ersten Bindfaden an einem starken Ast befestigt.

Insektenhotel selber bauen - Grundgerüst

Das Grundgerüst besteht aus Naturholz, d.h. aus unbehandeltem Holz. Das Holz sollte grundsätzlich nicht mit künstlichen Mitteln geölt, lackiert oder gewachst werden. Einerseits können die chemischen Mittel den Insekten, insbesondere dem Nachwuchs, schaden, andererseits hält der fremde Geruch des behandelten Holzes manche Insekten fern.
Für ein Insektenhotel eignet sich insbesondere das Holz von Laubbäumen sowie Fichten-, Kiefern und Tannenholz.
Das Insektenhotel sollte idealerweise im Februar oder März aufgestellt werden, also zu dem Zeitpunkt, an dem die meisten Insekten ausschwärmen. Das Insektenhotel sollte am selben Standort stehen bleiben. Insbesondere im Winter darf der Standort des Insektenhotels nicht verändert werden, weil andernfalls manche Insekten vorzeitig schlüpfen und infolgedessen sterben könnten.
Die Materialien für den Bau des Grundgerüstes eines Insektenhotels können allesamt in einem Baumarkt ersteigert werden.

1. Grundgerüst bauen

Zunächst sollten die Schnittkanten aller Bretter mit einem Sandpapier geglättet werden. Dann wird mit vier Brettern ein Quadrat gebildet. Das fünfte Brett wird für die Unterteilung in die Mitte des Quadrats gelegt. Die Bretter werden mit Holzleim bestrichen und zusammengeklebt. Der Holzleim muss wasserfest sein. Anschließend werden die Bretter zusätzlich mit Nägeln gesichert.

Statt mit wasserfestem Holzleim und Nägeln kann das Insektenhotel alternativ auch mit Schrauben befestigt werden. Wir empfehlen beim Insektenhotel selber bauen eine Bohrmaschine zu benutzen. Die Schnittkanten werden jeweils mit zwei Schrauben, links und rechts, befestigt. Für den Bau sollten rostfreie Schrauben verwendet werden.

2. Zwischenfächer bauen

Nun werden weitere Unterteilungen eingebaut. Die Bretter für die Zwischenfächer werden ebenfalls mit Holzleim bestrichen und dann zusammengeklebt. Dann werden die Bretter zusätzlich mit Nägeln befestigt. Je nach Größe des Modells kann das Insektenhotel in mehrere Zimmer unterteilt werden. Beim Insektenhotel selber bauen ist man sehr flexibel und kann das Insektenhaus nach seinen Vorlieben her bauen. Die einzelnen Kammern können gleich oder auch unterschiedlich groß sein.

3. Spitzdach aufsetzen (optional)

Für ein Spitzdach werden zwei gleichlange Bretter benötigt. Die Bretter müssen im rechten Winkel zusammengeleimt werden. Anschließend wird die geleimte Kante mit Nägeln gesichert. Das Dach wird dann auf das Grundgerüst gesetzt und dort befestigt. Das Dach überragt dabei die Kanten des Grundgerüstes um einige Zentimeter.

Biene für das Insektenhotel
Auch wilde Bienen leben im Insektenhotel

4. Abdeckung des Daches

Das Flach- oder Spitzdach kann zusätzlich mit Dachpappe oder einem ähnlichen Material abgedeckt werden. Das Insektenhotel muss später an einem Ort aufgestellt werden, der sonnig, warm, trocken, wind- und regengeschützt ist. Die Dachpappe sorgt somit für zusätzlichen Witterungsschutz.
Die Dachpappe wird wie folgend zurechtgeschnitten: Bei einem Flachdach wird die Form der Dachpappe an die Außenfläche des obersten Brettes angepasst. Bei einem Spitzdach muss die Pappe gemäß der äußeren flachen Seiten des Daches zugeschnitten werden.
Die Dachpappe soll die gesamte Fläche des Daches abdecken. Die Dachpappe wird zunächst vorzugsweise mit Klebstoff auf dem Dach fixiert und anschließend mit Nägeln befestigt.

5. Rückwand befestigen

Die Rückwand wird mit Nägeln am Grundgerüst befestigt. Bei einem Spitzdach muss die Rückwand entsprechend zugeschnitten und an die Form des Daches angepasst werden.
Die Rückwand kann auch aus mehreren einzelnen Brettern bestehen, die zusammen die gesamte Rückseite des Grundgerüstes abdecken.

6. Befestigung des Hotels

Beim Insektenhotel selber bauen muss später mindestens 50 cm, besser noch höher, über dem Boden aufgestellt werden. Das Hotel muss standhaft und sicher montiert werden. Für die Befestigung kann wahlweise ein Hacken an der Rückwand befestigt werden.
Der Standort des Hotels muss gut gewählt werden, damit sich die Insekten im Insektenhotel einnisten. Die Vorlieben der Insektenarten sollten bei der Standortwahl berücksichtigt werden. Das Hotel sollte in der Nähe von einheimischen Pflanzen aufgestellt werden. Einige Insektenarten bevorzugen zudem die Nähe von Wasser. Die Vorderseite des Hotels muss Richtung Südwest bzw. Südost platziert werden.

7. Füllung der Fächer

Nun werden die einzelnen Zimmer mit natürlichem Füllmaterial gefüllt. Welches Füllmaterial verwendet und wie es montiert wird, wird im Anschluss beschrieben.

Insektenhotel gefüllt mit Bambus

Bambus hinter einem Maschendraht im Insektenhaus

8. Netzbefestigung

Ein Netz oder ein Gitterzaun kann nach der Füllung der Zwischenfächer an der gesamten Vorderseite oder an einzelnen Zimmern des Insektenhotels angebracht werden. Das Netz sowie der Gitterzaun dienen als Schutz vor anderen Tieren. Natürliche Fressfeinde wie Vögel können unter anderem mithilfe dieser Vorrichtung an der Plünderung des Insektenhotels gehindert werden.
Die Maschenweite der Netze sowie der Gitterzäune darf nicht zu klein oder zu eng sein. Die Größe der Maschen muss an die Bedürfnisse der jeweiligen Insektenart angepasst werden.

Insektenhotel selber bauen und die richtige Füllung

Die Materialwahl beim Insektenhotel selber bauen

Die Füllung besteht aus rein natürlichen Materialen. Die einzelnen Zimmer werden mit unterschiedlichen Materialien gefüllt. Normalerweise wird nur eine Materialart pro Zimmer verwendet.
Das Füllmaterial muss normalerweise nicht aufgefüllt oder ausgetauscht werden. Sollte der Wind oder Tiere Teile des Füllmaterials entfernen, können die entstandenen Lücken im Frühling wieder aufgefüllt werden.
Lücken, die beim erstmaligen Einfüllen des Füllmaterials entstehen, sollten ebenfalls gefüllt werden. Idealerweise werden hierfür Heu, Lehm oder auch kleine Stöckchen verwendet.
Als mögliches Füllmaterial dienen unter anderem Stroh, Schilfhalme, Reisig und dünne Äste, hohle bzw. markhaltige Stängel, Lehm, getrocknetes Laub, Eierschachteln, leere Schneckenhüllen, Baumrinde, Bambus, Tannenzapfen, Holzwolle, Klopapierrollen, Ziegelsteine, usw.
Unterschiedliche Insektenarten bevorzugen unterschiedliches Füllmaterial. Die Füllung der einzelnen Zimmer hängt also davon ab, welche Insektenarten das Hotel vorzugsweise als Überwinterungs- und Nistplatz nutzen sollen. Ideal ist die Wahl eines vielfältigen Angebots an unterschiedlichem Füllmaterial.

Insektenarten und Materialwahl

Ameisen

Für Ameisen und andere Käfer eignen sich insbesondere Holzspäne. Diese müssen locker in das Zimmer des Insektenhotels gesteckt werden.

Bienen

Zu den möglichen Bewohnern des Insektenhotels zählen unter anderem Honig- und Wildbienen, sowie die rote Mauerbiene. Als Nistplatz für Bienen können je nach Art beispielsweise Ziegelsteine mit Löchern, markhaltige bzw. hohle Stängel oder Holzstücke, die mit Bohrlöchern versehen sind, dienen.
Der Durchmesser der Löcher hängt von der Bienenart ab. Wildbienen benötigen Öffnungen mit ca. 5-8mm Durchmesser. Bei den Mauerbienen muss der Durchmesser des Loches dagegen nur 3-7 mm Durchmesser betragen.
Es gibt zudem auch Wildbienen, die die Gänge in ihren Nistplätzen selber graben. Beim Insektenhotel selber bauen sollten die Zimmer des Insektenhotels mit Lehm gefüllt werden. Bei der Wahl des Lehms ist zu beachten, dass es sich um eine Sorte mit höherem Sandanteil handeln muss, damit der getrocknete Lehm nicht zu hart für die Bienen wird. Idealerweise wird eine Lehmsorte gewählt, die sich nach der Trocknung mit dem Fingernagel abkratzen lässt, ohne dabei zu zerbröseln.

Marienkäfer

Auch Marienkäfer können sich unter den Bewohnern eines Insektenhotels tummeln. Als Füllmaterial für diese Insektenart eignet sich vor allem Holzwolle.

Bei den oben genannten Insektenarten handelt es sich um eine kleine Auswahl. Grundsätzlich können noch viele andere Arten die Zimmer des Insektenhotels bewohnen. Welche Insekten in das Hotel einziehen, hängt dabei immer von verschiedenen Faktoren ab. Die richtige Wahl des Standortes ist ebenso entscheidend wie die korrekte Befestigung des Füllmaterials. Ein Insektenhotel selber bauen ist also immer eine tolle Hilfe für viele Insekten.

Materialarten und ihre Befestigung am Insektenhotel

Bienensteine

Bienensteine sind rechteckige Klötze aus gebranntem Ton mit lochförmigen Öffnungen. Wie der Name bereits verrät, dienen die Gänge Bienen als Niststätte. Bienensteine können unter anderem im Internet ersteigert werden. Wird ein Bienenstein selbst getöpfert, wird für die Herstellung ein Brennofen benötigt.

Bambus

Bambusröhren werden von Bienen als Niströhren verwendet. Die Bambusröhren müssen direkt hinter dem Knoten abgeschnitten werden, damit sie auf einer Seite verschlossen sind. Enthält die Bambusröhre Mark, wird dieses mit einem Draht oder dem Bohrer gründlich entfernt, sodass die Innenseite sehr glatt wird. Die Bambusröhren werden nun übereinander gestapelt. Die Seite der Bambusröhre, die mit einem Knoten verschlossen ist, wird an der Rückwand des Insektenhotels platziert. Der Stapel sollte so dicht sein, dass die Bambusröhren nicht mehr aus dem Zimmer des Insektenhotels herausfallen können. Bambusröhren können in Bau- sowie Gartenmärkten ersteigert werden. Auch können Sie hier z.B. bei Amazon gekauft werden: Bambusstäbe

Getrocknetes Laub

Auch getrocknetes Laub eignet sich als Füllung für das Insektenhotel. Das Laub dient insbesondere Marienkäfern und anderen Käferarten als Unterschlupf.
Frische Blätter oder abgefallenes Laub können luftgetrocknet und anschließend in ein Zimmer des Insektenhotels gelegt werden. Die Blätter müssen trocken genug sein und dürfen nicht schimmeln. Es empfiehlt sich die Vorderseite des Zimmers mit einem Gitterzaun zu verschließen.

Holz

Hartholz wie das der Buche, der Esche oder der Kirsche eignet sich ebenfalls für die Bewohner eines Insektenhotels. Die Verwendung von hartem Holz ist wichtig, weil die Bienen ihre Eier in den Bohrlöchern ablegen. Weiches Holz verformt sich im Gegensatz zu Hartholz leichter und ist somit eine Gefahr für die Bienen, weil diese in den zu engen Gängen zerquetscht werden könnten.
Beachtet werden muss außerdem, dass abgelagertes und nicht frisches Holz verwendet wird. Das Holz muss gut getrocknet sein, nur dann eignet es sich für das Insektenhotel.
Mit einer Bohrmaschine werden verschieden große Löcher in das Holz gebohrt. Ideal sind Löcher mit einem Durchmesser von 2 bis 10mm. Das Holzstück darf nicht vollkommen durchbohrt werden. Die Löcher sollten quer zur Richtung des Wuchses gebohrt werden.
Wichtig ist, dass sich zwischen den Löchern ein Abstand von mindestens 1 besser noch 2 cm befindet. Je größer der Durchmesser des Bohrloches ist, desto größer sollte auch der Abstand zum nächsten Bohrloch sein. So können Risse vermieden werden.
Die Gänge sollten so gebohrt werden, dass sie sich leicht schräg nach oben neigen. Durch diese Maßnahme wird die Einlagerung von Wasser in den Gängen verhindert. Die Löcher dürfen nicht ausgefranst sein, da sich die Bienen sonst verletzen könnten. Der Bohrer muss deshalb so lange hin und her bewegt werden, bis die Gänge glatt sind. Nun muss das Bohrmehl entfernt werden. Dies geschieht durch Ausklopfen. Die Holzstücke sollten anschließend so eng gestapelt werden, dass sie nicht mehr aus dem Zimmer herausfallen können und somit auch kein wasserfester Holzleim für die Befestigung notwendig ist.

Holzwolle

Holzwolle lockt unter anderem Marienkäfer und Florfliegen an. Die Holzwolle wird locker in ein Zimmer des Insektenhotels gesteckt. Holzwolle kann im Internet ersteigert werden. Holzwolle wird zudem häufig bei der Verpackung von Weinen verwendet. Bei der Wahl der Holzwolle muss jedoch drauf geachtet werden, dass diese unbehandelt ist. Holzwolle kann auch z.B. hier bei Amazon gekauft werden: Holzwolle

Lehm

Purer Lehm wird nach dem Trocknen zu hart für die Insekten. Deshalb muss für den Nistplatz ein Lehm mit hohem Sandanteil gewählt werden. Wird der Lehm selbst gemischt, wäre beispielsweise das Verhältnis 50:50 gut. Der Lehm wird hergestellt, indem der Mischung aus Sand und Lehm zunächst Wasser beigefügt wird. Dann wird solange gerührt, bis sich das Wasser gleichmäßig verteilt und keine trockene Stelle übrig bleibt. Sobald der Lehm eine breiige Konsistenz erreicht hat, wird er in das Zimmer gefüllt.
Der Lehm wird anschließend luftgetrocknet. Die mit Lehm gefüllte Stelle des Insektenhotels darf nicht aufliegen, da die Feuchtigkeit des Lehms sonst in das Holz ziehen könnte. Mit einem Röhrchen können zudem Gänge in den Lehm gebohrt werden. Diese dienen den Wildbienen als Niststätte sowie als Anreiz für die Bienen weitere Tunnel zu graben. Der Prozess der Trocknung kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Lehm ist in Bastelgeschäften sowie im Internet erhältlich. Gutes Lehmpulver zum selbst anmischen (einfach das Pulver mit Wasser vermengen) gibt es ebenfalls bei Amazon: Lehmpulver

Pappröhren

Pappröhren werden unter anderem von Wildbienen als Niströhren genutzt. Pappröhren haben glatte Schnittkanten und eignen sich deshalb gut für das Insektenhotel. Die Flügel der Bienen werden dank der glatten Kanten nicht verletzt, wenn sie rückwärts in die Röhren kriechen. Im Handel sind Röhren mit 8mm Durchmesser erhältlich. Diese Sorte eignet sich für ein Zimmer des Insektenhotels. Die Röhren werden so dicht übereinander gestapelt, dass sie nicht herausfallen können.

Schilfhalme

Schilfhalme müssen so abgeschnitten werden, dass sie saubere und glatte Schnittkanten haben. Das ist wichtig, damit die Flügel der Bienen nicht beschädigt werden, wenn sie rückwärts in die Halme kriechen um ihre Pollen in den Halmen abzustreifen. Die Schilfhalme sollten so zurechtgeschnitten werden, dass der Knoten das Ende des Schilfhalmes verschließt. Die Schilfhalme werden nun übereinander gestapelt. Die Seite mit dem Knoten wird an der Rückwand des Zimmers platziert. Das Zimmer wird so dicht mit Halmen gefüllt, dass diese nicht mehr herausfallen können. Schilfhalme die keinen Knoten haben, können anschließend dem Zimmer mit Stroh beigemengt werden.

Schneckenhäuser

Auch leere Schneckenhäuser können ein Zimmer des Insektenhotels füllen. Die Schneckenhäuser müssen so platziert werden, dass ihre Öffnungen nach vorne gerichtet sind. Damit die Schneckenhäuser nicht herausfallen, sollte ein Gitterzaun die Vorderseite des Zimmers bedecken. Die leeren Schneckenhäuser der Weinbergschnecken können unter anderem in einem Bastelgeschäft sowie im Internet ersteigert werden. Gute Schneckenhäuser habe ich euch hier rausgesucht: Schneckenhäuser

Stroh

Stroh kann normalerweise bei Landwirten oder in einem Zoogeschäft erworben werden. Das Zimmer des Insektenhotels wird locker mit Stroh befüllt. Anschließend wird das Zimmer zur zusätzlichen Sicherung idealerweise mit einem Gitterzaun versehen. Das Stroh dient Ohrwürmern und anderen Insektenarten als Unterschlupf. Wir haben uns gefragt, wo wir am besten Stroh herbekommen und man glaubt es kaum, man kann es tatsächlich für günstiges Geld bei Amazon kaufen: Gerstenstroh ;)

Totholz

Totholz kann im Wald gesammelt werden. Totholz sollte grundsätzlich nicht weggeschmissen werden, da es von unzähligen Käferarten als Lebensraum genutzt werden kann. Die Risse und Spalten im Totholz eigenen sich auch als Niststätte für Bienen.

Zapfen

Die Zapfen von Kiefern und Tannen, eigenen sich für verschiedene Insektenarten. Beim Insektenhotel selber bauen sollten die Zapfen sollten nicht zu alt sein, damit sie nicht allzu schnell zerfallen. An der Vorderseite des Zimmers kann ein Gitterzaun befestigt werden, damit die Zapfen nicht herausfallen. Gute und einfache Tannenzapfen könnt ihr hier bei Amazon kaufen: Tannenzapfen

Ziegelsteine

Ziegelsteine sind beim Insektenhotel selber bauen sehr gefragt. Ziegelsteine mit sehr großen Löchern werden nicht von Bewohnern des Insektenhotels genutzt, weil die Löcher zu groß für die Insekten sind. Die Hohlräume müssen erst mit hohlen oder markhaltigen Stängeln gefüllt werden. Bestimmte Ziegelarten mit kleineren Löchern, wie beispielsweise Strangfalzziegel können von den Wildbienen direkt genutzt werden. Die hintere Öffnung der Ziegel sollte mit Lehm, Gips oder Watte verschlossen werden. Die Vorderseite der Ziegel sollte zudem geglättet werden. Die Ziegelsteine werden mit der verschlossenen Seite an der Rückwand des Insektenhotels platziert. Wir haben euch zwei verschiedene Ziegelsteine rausgesucht, die wir beide bedenkenlos empfehlen können: Ziegelsteine ohne Löcher oder Ziegelsteine mit Löchern

Die oben genannten Materialien sind eine kleine Auswahl für das Insektenhotel selber bauen. Es gibt noch zahlreiche andere Sorten Füllmaterial, die für ein Insektenhotel verwendet werden können. Bei allen Materialarten ist es jedoch immer wichtig darauf zu achten, dass es sich um natürliche, also unbehandelte Materialien handelt. Chemisch bearbeitete und künstliche Stoffe sind in der Regel kein geeignetes Nistmaterial für Insekten und können diesen im schlimmsten Fall sogar Schaden zufügen.

Fazit - Insektenhotel selber bauen ist einfach!

Ein Insektenhotel selber bauen ist relativ leicht. Die Materialkosten sind erschwinglich. Ein Balkon als Standort reicht bereits aus, um den verschiedenen Insektenarten einen Unterschlupf zu bieten. Im eigenen Garten punktet das Insektenhotel, weil es natürlichen Schädlingsbekämpfern ein Zuhause bietet. Ein Insektenhotel sieht nicht nur optisch schön aus, sondern leistet auch einen bedeutenden Beitrag zum Schutz bestimmter und teils bedrohter Insektenarten, sowie der Umwelt allgemein.

Eine Bauanleitung für ein Insektenhotel stellen wir euch gerne zur Verfügung!