Nistkasten

Nistkasten mit Vogel

Vor dem Nistkasten sitzt ein Vogel

Nistkasten für den Frühling

Durch die zunehmende Rodung der Wälder und damit einhergehende Besiedelung nimmt der Anteil an Naturgebieten stark ab. Dadurch verlieren Tiere, wie etwa Vögel, ihren natürlichen Lebensraum. Damit diese noch genügend Platz zum Aufziehen des eigenen Nachwuchses hat, ist der Bau künstlicher Nistkästen hilfreich. Schon seit vielen Jahrzenten gehört diese Form der Arterhaltung zum Interessengebiet des Vogelschutzes. Jedoch möchten immer mehr Privatpersonen etwas für die Umwelt und Natur tun. Ein eigener Nistkasten auf dem Grundstück hilft daher nicht nur, bedrohte Tiere in unserer näheren Umgebung zu schützen. Vielmehr profitieren Bewohner von der natürlichen Geräuschkulisse im Frühling und Sommer durch den Vogelgesang. Was es alles bei der Errichtung eines Nistkastens zu beachten gibt, wird im Folgenden näher erläutert.

Fehlannahme: Nistkästen machen nur im Frühling und Sommer Sinn

Zu den häufigsten Fehlannahmen beim Bau von Nistkästen gehört, dass diese nur im Frühling und Sommer genutzt werden. Richtig ist jedoch, dass Tiere wie Eichhörnchen, Kleiber, Maisen oder auch Schmetterlinge im Herbst und Winter nach einem warmen Unterschlupf suchen. Da gerade Vögel eine relativ hohe Körpertemperatur auch an kalten Tagen aufrechterhalten müssen, retten Nistkästen in diesen Zeiten Leben. Die Ansteckungsgefahr mit Erregern von früheren Bewohnern der Nistkästen für die „Schlafgäste“ ist relativ gering. Daher gilt die Merkregel: Ein Nistkasten kann das ganze Jahr über Schutz und Wärme für verschiedenste Arten bieten.

Die Grundausstattung für einen Nistkasten

Um ein Vogelhaus zu bauen, der das ganze Jahr über robust ist, bedarf es folgender Materialien: Die Bretter für die Errichtung der Wände sollten mindestens 2 cm dick sein. Am stabilsten erweisen sich Materialien aus Lärche oder Eiche. Wer es erst einmal für ein Jahr mit einem Nistkasten probieren möchte, kann auch zu den günstigeren Fichten- und Kiefernbrettern greifen. Andere Materialen, wie etwa aus Buche, sollten vermieden werden. Diese werden schnell brüchig und halten den kühlen Temperaturen und Witterungseinflüssen nicht dauerhaft stand. Zur Befestigung der Wände eigenen sich entweder Nägel oder Schrauben. Die Verletzungsgefahr ist bei der Nutzung von Schrauben geringer. Ein weiterer Vorteil von Schrauben liegt darin, dass kein Leim mehr genutzt werden muss. Als Resultat entstehen im Regelfall stabilere Häuser für die Vögel, Eichhörnchen und Schmetterlinge. Auf die Verwendung jeglicher chemischer Mittel, wie etwa Versiegelungsmaterial oder Schutzmittel sollte verzichtet werden. Diese schaden den Bewohnern nur unnötig. Damit würde langfristig eher ein Schaden verursacht, als dass das Gehäuse hilft. Zur Belüftung und zur Schaffung von genügend Fluchtraum für die Feuchtigkeit sollten 5 mm große Löcher in gleichmäßigen Abständen in die Wände gebohrt werden. Je nach Größe des Vogels sollte ein Einflugloch mit einer Größe von 3 cm bis 15 cm (Dohle) Durchmesser in eine Wand gebohrt werden.

Wo der Nistkasten abgebracht wird

Als optimal für die Anbringung von Nistkästen hat sich eine Höhe von 2-3 Meter Höhe erwiesen. Auf diese Weise sind die Häuser hoch genug, um nicht von anderen Tieren angegriffen zu werden. Um die jungen Tiere im Kasten nicht zu gefährden, wird das Einflugloch Richtung Osten oder Südosten ausgerichtet. Dadurch wird es nicht unmittelbar der intensivsten Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

Zwar behausen andere Arten zum Schutz auch im Winter ein Vogelhaus. Dennoch sollte dieser nach jeder Brutzeit gesäubert werden, um dort befindliche Flöhe für die nächste Vogelfamilie zu entfernen.

Wir stellen auch Informationen zum Thema Insektenhotel selber bauen zur Verfügung.