Vogelhaus

Vogelhaus mit Vogel

Vogelhaus mit einem Vogel

Ein Vogelhaus: Immer beliebter in europäischen Ländern

In vielen Gärten lässt sich heutzutage ein Vogelhaus finden. Diese sind meist an dem zugespitzten Dach zu erkennen. In einer Höhe von 1,5 Metern wird hier das Futter mit der Hand zugeführt, damit die Tiere im ganzen Jahr über mit Futter versorgt werden. Zum einen können Vogelhäuser in Baumärkten oder Tiergeschäften gekauft werden. Hobbybastler versuchen sich jedoch an dem Bau eines eigenen Vogelhauses. Diese zeichnen sich im Vergleich zu gekauften Modellen durch Individualität und nicht selten durch Abstimmung auf das restliche Gartenmobiliar aus. Und dennoch: Obwohl die Fütterungsstellen auch in Deutschland immer beliebter werden, müssen einige Vor-und Nachteile beachtet werden. Diese beruhen nicht nur auf praktischer, sondern auch auf ethischer Sicht. So spalten sich die Meinungen, wenn es um die Fütterung von wilden Vögeln von Menschenhand geht.

Als Erstes: Die Vorzüge eines Vogelhauses

Vor allem Familien können von einem Vogelhaus profitieren. Die lebendigen Geräusche durch die Tiere sorgen gerade im Frühling und Sommer für eine angenehme Atmosphäre, wenn es mit dem Sohn oder der Tochter nach draußen geht. Daneben haben Kinder die Möglichkeit, Berührungsängste gegenüber Tieren durch die Zugabe von Futter abbauen. So kann eine schrittweise, unkomplizierte Heranführung an Tiere gelingen. Ein weiterer Pluspunkt besteht auch darin, dass Kinder nach und nach an Verantwortung gegenüber der Tierwelt herangeführt werden. So lernen diese durch ein Vogelhaus, Die Umwelt und Natur gut zu behandeln. Das Kleinkind lernt daher von Beginn an, der Natur und den Lebewesen etwas Gutes zu tun. Ein weiterer Schritt in Richtung Verantwortung kann auch dann getan werden, wenn dem Kind die Reinigung des Gehäuses überlassen wird. Dies dient als gute Vorbereitung und Generalprobe für spätere, eigene Haustiere. Unabhängig davon zeigen auch Familien ohne eigene Kinder, dass sie die Natur und Lebewesen schätzen, indem diese regelmäßig Futter zuführen. Nicht selten entstehen dadurch Traditionen, die über Generationen fortgeführt werden.

Wenn man ein Insektenhotel bauen will haben wir auch Infos.

Kontroverse Diskussionen zu Vogelhäusern

Abgesehen von den zuvor genannten Vorzügen eines Vogelhauses werden diese Einrichtungen oft von Tierschützern kritisch betrachtet. Während eine Gruppe die Zufütterung befürwortet, zweifeln andere den Sinn von Vogelhäusern an. Zum einen wird argumentiert, dass durch die Zuführung des Futters aus menschlicher Hand den Tieren eine zusätzliche, nicht natürliche Futterquelle gegeben wird. Dadurch wird in die natürliche Auslese der Natur eingegriffen. Tiere, die ohne die Fütterung nicht überleben würden, überstehen den Winter. Während viele Tierfreunde bei diesem Punkt keinen negativen Aspekt sehen, betrachten Forscher dies als kritisch. Schließlich würden dadurch mehr Tiere als auf natürlichem Wege den Winter überstehen. Als weiterer Kritikpunkt wird der komplette Umstieg von einigen Tieren auf die menschliche Fütterung angeführt. Dadurch verzichten die Tiere nicht nur im Winter, sondern zum Teil auch im Sommer auf ihre natürliche Nahrung. Dies hat zur Folge, dass sie abhängig vom Menschen werden. Bleibt die Fütterung nach langer Versorgung aus, kann es zu Problemen für die Tiere kommen. Aus rein ästhetischen Gründen wird angeführt, dass durch die wiederholte Fütterung im Vogelhaus mehr Dreck in der umliegenden Gegend durch den erhöhten Verkehr an Vögeln entsteht. Auch dies sollte vor der Anschaffung oder dem Bau eines Vogelhauses beachtet werden.